Friedhof, Religion

Friedhof Illenau

Viele Ärzte, Pfleger und Pflegerinnen der ehemals Großherzoglich Badischen Landesirrenanstalt liegen auf dem Illenauer Waldfriedhof begraben, der im Jahre 1859 gegründet wurde und heute unter Denkmalschutz steht. Er liegt in einem kleinen Wald nahe der Anstalt, enthält eine Auswahl an seltenen, zum Teil fremdländischen Bäumen und ist von einem hohen Zaun umgeben. Den Eingang schmückt ein großes, kunstvoll geschmiedetes Eisentor. Das erste, was der Besucher zu sehen bekommt, ist eine mächtige Statue von Bertel Thorvaldsen, halb von Bäumen verdeckt, hinter einem großen Blumenbeet. Sie stellt den die Arme ausbreitenden Christus dar, der uns willkommen heißt. Der linke Weg führt vorbei an efeubewachsenen Gräbern zu ein paar Stufen, die hinaufführen zu einer Art Gräbergalerie. Die Gräber unterscheiden sich in Größe und Ausstattung. Die reichen Patienten der ersten Klasse haben prachtvolle Gräber mit Skulpturen erlesener Schönheit, liebevollen Inschriften und Einfriedungen kunstvoller Schmiedewerke. An die Mittellosen, die hier bestattet wurden, erinnern nur einfache Holzkreuze mit deren Namen, und selbst diese verblassten mit der Zeit bis zur Unkenntlichkeit. Es liegen Namenlose neben Adligen, Ärzte neben einem Hofschauspieler oder einem Hofmusikus und Pfleger neben einem Marschall oder einem russischen Offizier.

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